Die Königshütte

Die Königshütte in Bad Lauterberg im Harz ist ein ehemaliger und einst sehr bedeutsamer Gießerei- und Hüttenbetrieb mit Gebäuden aus der Zeit des frühen 19. Jahrhunderts. Einige wenige Hüttengebäude stammen noch aus der 1. Bauperiode um 1733. Der historische Gießereibereich wurde im Zuge von Erweiterungen im 20. Jh. teilweise entfernt bzw. verbaut. Seit Oktober 2014 ist die Königshütte als "Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung" anerkannt.

Seit Beginn des Erzbergbaus im Harz entstanden vom 16. bis 18. Jahrhundert Hüttenwerke. In den Jahren 1733 - 1737 wurde die Königshütte als neues Hüttenwerk in der Nähe des Fleckens Lauterberg errichtet. Diese war das größte Eisenhüttenwerk im damaligen kurhannoverschen Staat. Weit über die Grenzen des Harzes hinaus wurden die hier produzierten Güter vertrieben, zu denen der Draht für das erste geschlagene (gedrehte) Drahtseil der Welt - 1834 von Oberbergrat Julius Albert in Clausthal erfunden - und natürlich kunstvoll verzierte Gussteile für den täglichen Gebrauch und der Ofenbau gehörten. So berühmte Besucher, wie Goethe und König Jérôme, der Bruder Napoleons, sowie König Ernst August von Hannover und sein Sohn, König Georg V., schätzten die schon damals qualitativ hochwertige Arbeit der Königshütte.

 

 

Blick auf den Hüttenhof mit Brunnen
Blick auf den Hüttenhof mit Brunnen
Überblick über die Königshütte